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Solarheizung: Weniger Fördermittel ab 2012

Haben Sie schon mal an die Anschaffung einer Solarheizung gedacht? Wenn diese Investition für Sie interessant ist, lohnt es sich, konkret darüber nachzudenken. Denn Hausbesitzer, die einen Antrag auf Fördermittel bis zum 31.12.2011 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen, bekommen einen Zuschuss in Höhe von 120 bis 180 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Nach dem 30.12.2011 liegt die Fördersumme nur noch bei 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Dabei übernimmt die Antragsstellung meist der jeweilige Solarfachbetrieb. Sobald dem Hausbesitzer dann die Förderzusage zugestellt wird, hat er 12 Monate Zeit, um die Solarwärmeanlage zu bauen. Der Bau selbst dauert nur wenige Tage.

„Mit einer effizienten Solarheizung lassen sich die Heizkosten stark senken. Viele Heizkessel in deutschen Kellern sind vollkommen veraltet und verbrauchen deshalb deutlich mehr Energie als nötig. Dementsprechend mehr Heizkosten muss der Hausbesitzer bezahlen, solange er nicht in eine effiziente Heizung investiert“, erklärt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH). Das Einsparungspotenzial liegt bei bis zu 30 Prozent der jährlichen Heizkosten, in Kombination mit einem hocheffizienten Brennwertkessel verringert sich der Heizölverbrauch sogar um bis zu 50 Prozent. Die Einsparungen sind reizvoll, die Anschaffungskosten haben jedoch auch Gewicht: Für einen Quadratmeter Kollektorfläche betragen sie 700,00 bis 2.000,00 Euro, je nach Beschaffenheit des Gebäudes.

Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt rund vier Quadratmeter Kollektorfläche zur reinen Warmwasserbereitung. Wenn wir mit einem mittleren Quadratmeterpreis von 1.500,00 Euro rechnen, liegen die Kosten für die Solarwärmeanlage bei 6.000 Euro, Montagekosten inklusive. Die Kosten für eine Kombianlage liegen in etwa doppelt so hoch, aber für diese Anlagen zur Warmwasserbereitung und Raumheizung auf Mehrfamilienhäusern gilt auch im kommenden Jahr ein Förderbeitrag von 180 Euro pro Quadratmeter – d.h. Sie können diese Investition noch entspannter überdenken.

 


Neue Gesetzespakete zur Energiewende

In den Sitzungen vom 30. Juni und 01. Juli 2011 hat der Bundestag weitere Gesetze beschlossen, um den Energieverbrauch in Deutschland nachhaltiger zu gestalten. Einige der Gesetzesvorschläge betreffen den Bereich Energieeffizienz und Gebäudesanierung, und bringen für uns neue Fördermöglichkeiten.

Interessant für uns ist der Gesetzesentwurf zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden.

Demnach wird die energetische Sanierung von Gebäuden, die vor 1995 gebaut wurden, steuerlich gefördert. Die Förderung stellt auf das Ergebnis der Baumaßnahmen ab und setzt voraus, dass dadurch der Energiebedarf erheblich verringert wird, was durch die Bescheinigung eines Sachverständigen nachgewiesen werden muss. Die Aufwendungen können über zehn Jahre abgeschrieben werden.

Auch unter dem Stichwort „Energiewende“ zeichnen sich für uns neue Potenziale ab: Unter anderem soll die Netz- und Marktintegration der erneuerbaren Energien mit wirksamen Anreizmechanismen unterstützt werden. Denn der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien soll kontinuierlich erhöht werden und bis 2020 auf mindestens 35 Prozent, bis 2030 auf mindestens 50 Prozent, bis 2040 auf mindestens 65 Prozent und bis 2050 auf mindestens 80 Prozent steigen.