Fristen & Gesetze

 

Neues Förderangebot „Energieeffizient Bauen“

Gemäß EnEV 2014 sollen Neubauten ab dem 01.01.2016 einen um 25% geringeren Primärenergiebedarf aufweisen. Somit entspricht der Neubaustandard nach EnEV ab 2016 nicht mehr – wie bisher – dem Referenzgebäude, sondern ist primärenergetisch 25 % besser als das in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegebene Referenz- gebäude ist.

 

Verbesserte Förderbedingungen

Für alle Anträge im Förderprodukt „Energieeffizient Sanieren (151/152, 430)“, die nach dem 01.08.2015 bei der KfW eingehen, gelten verbesserte Förderbedingungen.
Analog zum Programm „Vor-Ort-Beratung“ des BAFA, werden ab dem 01.08.2015 auch im KfW-Produkt „Energieeffizient Sanieren (151/152)“ die Anforderungen an das Gebäudealter angepasst. Bislang waren nur Gebäude förderfähig, bei denen der Bauantrag bzw. die Bauanzeige vor dem 01.01.1995 gestellt bzw. erstattet wurde, gilt nun als neues Stichdatum der 01.02.2002. Somit können demnächst auch Eigentümer von „jüngeren“ Gebäuden die Förderung energetischer Sanierungs- maßnahmen bei der KfW beantragen.

Der Förderhöchstbetrag für die KfW-Effizienzhäuser wird von 75.000 Euro auf 100.000 Euro je Wohneinheit erhöht. Die KfW möchte damit sicherstellen, dass private Eigentümer von Ein- und Zwei- familienhäusern auch bei aufwendigen Sanierungsvorhaben auf eine 100%ige Förderung für ihre energetische Sanierung zurückgreifen können.

 

EnEV 2015 für Hauseigentümer:

Seit Anfang des Jahres sind Hauseigentümer verpflichtetet 30 Jahre alte Konstanttemperaturkessel auszutauschen und begehbare oberste Geschossdecken ausreichend zu dämmen. Ausnahmen gelten für beide Verpflichtungen nur bei Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn das Haus vor dem 1. Februar 2002 bezogen wurde.

Die BAFA-Bestimmungen für die Vor-Ort-Beratung wurden verbessert und überarbeitet. Seit März werden künftig bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten übernommen.

Ab Mai 2015 gilt es als Ordnungswidrigkeit, wenn kommerzielle Immobilien-Anzeigen (im Internet oder Druckerzeugnissen) keine Energiekennwerte ausweisen. Bislang wurde der Verstoß dagegen nicht geahndet, ab dem 1. Mai ist mit Bußgeldern zu rechnen.

Energieausweise für bestehende Gebäude bei Verkauf oder Neuvermietung:

Der Eigentümer muss den Energieausweis von einem Ausstellungs- berechtigten erstellen lassen und ihn potenziellen Käufern oder Neu- mietern auf Verlangen zugänglich machen. Der Energieausweis ist ver- pflichtend (gemäß EnEV 2007, § 16, Absatz 2, 3; § 20):

– seit 1. Juli 2008 für Wohnbestand erbaut bis 31. Dezember 1965
– seit 1. Januar 2009 für Wohnbestand erbaut ab 01. Januar 1966
– seit 1. Juli 2009 für Nichtwohngebäude im Bestand.

Als Eigentümer von großen, öffentlichen Gebäuden mit regem Publi- kumsverkehr müssen Sie den Energieausweis gut sichtbar aushängen.

Energieausweise haben eine Gültigkeit von 10 Jahren. Dies wird in der EnEV 2006 geregelt.

 

Wohngebäude

Gemäß der Europäischen Richtlinien ist der Energieausweis für die meisten Wohngebäude (Ausnahme: Denkmalschutz/ Ein-Familienhäuser und weitere; gemäß § 1 Abs. 2 EnEV 2007) seit dem 01.07.2008 Pflicht. Gebäudeeigentümer müssen auf Verlangen von Miet- und Kaufinte- ressenten bei Neuvermietung bzw. Verkauf von Gebäuden einen Ener- gieausweis vorlegen können.

 

Nichtwohngebäude

Bis zum 1. Juli 2009 ist der Energieausweis auch für Gewerbeimmobilien (Nichtwohngebäude) Pflicht. Die Erstellung des energetischen Gewerbe- ausweises erfolgt nach DIN 18599 und darf nur von zertifizierten Energieberatern mit einer Zusatzqualifikation durchgeführt werden. Der Energieausweis für Nichtwohngebäude wird ebenfalls als Qualitäts- Siegel bei der Immobilienvermarktung genutzt.

 

Wohn- und Nichtwohngebäude

Wenn ein Gebäude mehrere Nutzungsarten wie z.B. Wohnungen und Büros hat, sind zwei Energieausweise zu erstellen. Können die Verbrauchsdaten der Wohnung und des Büros nicht getrennt werden, kann der Verbrauchsausweis nicht erstellt werden. Wenn die gewerbliche Nutzung erheblich von der Wohnfläche abweicht und die Gewerbefläche einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtfläche (mehr als 10%) beansprucht, müssen zwei Bedarfsausweise erstellt werden. Dieser Fall ist in der Regel schon gegeben, wenn sich in einem Mehrfamilienhaus ein Ladengeschäft befindet. Typische Fälle für wohnähnliche Nutzung sind freiberufliche Nutzungen, die üblicherweise in Wohnungen stattfinden wie z.B. Rechtsanwaltskanzleien, Arztpraxen oder Architekturbüros.