Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Energieaudit nach DIN 16247

Das Energieaudit gilt als geeignete Maßnahme, um die Energieeffizienz der EU bis 2020 um 20% zu steigern. Die Energieauditpflicht nach EDLG-2015 betrifft alle Großunternehmen, die nicht KMU sind.

Das Audit gliedert sich in die Phasen Vorbereitung, Datenerfassung, Analyse und Audit-Bericht. Mit der Durchführung eines Energieaudits sollen vor allem die Einsparpotentiale identifiziert, bewertet und in einem Aktionsplan erfasst werden. Somit ist ein Energieaudit für Unternehmen eine gute Chance die Energiekostenstruktur zu ermitteln, Ansatzpunkte für die Steigerung der Energieeffizienz aufzudecken und eine Senkung der Energiekosten herbei- zuführen. Durch Optimierung aller Faktoren (eingesetzte Technologie und Nutzerverhalten) kann ein Einsparpotential von 20-70% erreicht werden. Neben hauptberuflichen Energieberatern können auch unternehmenseigene Mitarbeiter das Energieaudit durchführen, in sofern sie die Anforderungen des EDL-G erfüllen.

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Förderkreditbetrag für KfW-Effizienzhäuser auf 100.000 Euro erhöht

Der Förderhöchstbetrag für die KfW-Effizienzhäuser wird von 75.000 Euro auf 100.000 Euro je Wohneinheit erhöht. Die KfW-Bank hat entschieden: Private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sollen auch bei aufwendigen Sanierungsvorhaben auf eine 100%ige Förderung für ihre energetische Sanierung zurückgreifen können.

Mehr Informationen über aktuelle Änderungen finden Sie hier.

Berliner Energietage

Am 27. bis zum 29.04.2015 finden die Berliner Energietage statt. Sie bieten einen einmaligen Überblick der aktuellen politischen, wirtschaft- lichen und technischen Entwicklungen in Deutschland. Es gibt 50 Fachveranstaltungen mit rund 300 ReferentInnen. Bereits in 2014 nutzten etwa 8.000 Veranstaltungsteilnehmer die Berliner Energietage als Treffpunkt für ein jährliches Update zum Thema Energieeffizienz. In 2015 rechnen die Veranstalter mit einer ähnlich Resonanz.

EnEV Änderungen 2015 für Hauseigentümer

Seit Anfang des Jahres sind Hauseigentümer verpflichtetet 30 Jahre alte Konstanttemperaturkessel auszutauschen und begehbare oberste Geschossdecken ausreichend zu dämmen. Ausnahmen gelten für beide Verpflichtungen nur bei Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn das Haus vor dem 1. Februar 2002 bezogen wurde.

Die BAFA-Bestimmungen für die Vor-Ort-Beratung wurden verbessert und überarbeitet. Seit März werden künftig bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten übernommen.

Ab Mai 2015 gilt es als Ordnungswidrigkeit, wenn kommerzielle Immobilien-Anzeigen (im Internet oder Druckerzeugnissen) keine Energiekennwerte ausweisen. Bislang wurde der Verstoß dagegen nicht geahndet, ab dem 1. Mai ist mit Bußgeldern zu rechnen.

Augen auf bei der Beraterwahl

Etwa 15.000 Energieberater arbeiteten heute in Deutschland. „Energieberater“ ist kein geschützter Beruf. Viele Energieberater sind von Haus aus Architekten, Bauingenieure oder Handwerkermeister. Das allein reicht allerdings für die komplexe Materie einer energe- tischen Sanierung nicht aus. Energieberater haben umfassende Weiterbildungen, sind in regionalen Netzwerken oder Verbänden organisiert und ihre Arbeit wird staatlich gefördert.

Bei einer Stichprobe von Stiftung Warentest im Jahr 2012 lieferten sieben von neun Energieberatern eine unzureichende oder unvollständige Beratungsergebnisse. Die Folgen sind schlimmstenfalls falsche Sanierungen, die erhebliche Folgekosten nach sich ziehen. Auf keinen Fall sollten Haus- oder Wohnungseigentümer besonders preiswerten Angeboten auf den Leim gehen, die Ihnen am Telefon, per Hauspost oder im Internet aufgeschwatzt werden.

Ende Januar 2014 warnte die Verbraucherzentrale vor Firmen, die am Telefon die Ausstellung eines Energieausweises für nur 100 Euro anboten. Das Argument, dass für Immobilienbesitzer ein Energie- ausweis pflicht sei, seit Inkrafttreten der neuen Energieeinspar- verordnung ab Mai 2014, ist falsch. Einen Energieausweis muss nur derjenige vorweisen, der seine Immobilie verkauft oder vermietet. Wer nur sein eigenes Haus sanieren will, benötigt keinen Ausweis. Ein seriöser Anbieter appelliert daher nicht an ein falsches Pflichtgefühl.

Wer also Wert auf eine unabhängige und kompetente Beratung zur energetischen Gebäude- sanierung braucht und staatliche Zuschüsse oder günstige Kredite der KfW-Bank nutzen möchte, braucht einen Energieberater mit besonderen Qualifikationen und einer Förder- berechtigung.

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