Augen auf bei der Beraterwahl

Etwa 15.000 Energieberater arbeiteten heute in Deutschland. „Energieberater“ ist kein geschützter Beruf. Viele Energieberater sind von Haus aus Architekten, Bauingenieure oder Handwerkermeister. Das allein reicht allerdings für die komplexe Materie einer energe- tischen Sanierung nicht aus. Energieberater haben umfassende Weiterbildungen, sind in regionalen Netzwerken oder Verbänden organisiert und ihre Arbeit wird staatlich gefördert.

Bei einer Stichprobe von Stiftung Warentest im Jahr 2012 lieferten sieben von neun Energieberatern eine unzureichende oder unvollständige Beratungsergebnisse. Die Folgen sind schlimmstenfalls falsche Sanierungen, die erhebliche Folgekosten nach sich ziehen. Auf keinen Fall sollten Haus- oder Wohnungseigentümer besonders preiswerten Angeboten auf den Leim gehen, die Ihnen am Telefon, per Hauspost oder im Internet aufgeschwatzt werden.

Ende Januar 2014 warnte die Verbraucherzentrale vor Firmen, die am Telefon die Ausstellung eines Energieausweises für nur 100 Euro anboten. Das Argument, dass für Immobilienbesitzer ein Energie- ausweis pflicht sei, seit Inkrafttreten der neuen Energieeinspar- verordnung ab Mai 2014, ist falsch. Einen Energieausweis muss nur derjenige vorweisen, der seine Immobilie verkauft oder vermietet. Wer nur sein eigenes Haus sanieren will, benötigt keinen Ausweis. Ein seriöser Anbieter appelliert daher nicht an ein falsches Pflichtgefühl.

Wer also Wert auf eine unabhängige und kompetente Beratung zur energetischen Gebäude- sanierung braucht und staatliche Zuschüsse oder günstige Kredite der KfW-Bank nutzen möchte, braucht einen Energieberater mit besonderen Qualifikationen und einer Förder- berechtigung.

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